Nach einem Sommer mit Inseraten, Werkstattvideos und Kundenprojekten war meine SSD ziemlich voll. Zeit, richtig aufzuräumen. So sieht mein System jetzt aus, und warum ich es so mache.
Was: drei Laufwerke, drei Aufgaben
Die Samsung T7 ist meine Arbeitsplatte. Eine SSD mit 4 TB, schnell genug, um direkt darauf in Lightroom und DaVinci Resolve zu arbeiten. Darauf liegt nur, was gerade läuft.
Die erste Festplatte, die Elements, ist das Archiv. Abgeschlossene Projekte wandern dorthin, mit genau der gleichen Ordnerstruktur wie auf der SSD. Wer weiß, wo etwas auf der T7 lag, findet es im Archiv sofort wieder.
Die zweite Festplatte, die Elements 1, ist für alles, was kein Bild ist: Firma, Verträge, Rechnungen, ältere Kundenordner und ein Eingang für alles Neue.
Wo: jeder Kunde hat seinen Ordner
Auf der SSD hat jeder Kunde einen eigenen Ordner. Darin trenne ich zwei Dinge strikt. Inserate sind meine eigenen Shootings, Bildbearbeitung sind Bilder anderer Fotografen, die ich nur bearbeite. Klingt nach Kleinigkeit, ist aber wichtig, sobald es ums Portfolio geht. Auf meine Website kommt nur, was ich selbst fotografiert habe.
Dazu kommen eine Videodatenbank für Rohmaterial und ein Portfolio Ordner. Dort liegt pro Fahrzeug eine Auswahl fertiger Bilder ohne Wasserzeichen. Genau aus diesem Ordner entstehen die Referenzen hier auf der Seite.
Wie: drei Regeln
Erstens: erst kopieren, dann prüfen, dann löschen. Bevor auf der SSD etwas verschwindet, liegt es vollständig auf der Festplatte, und ich vergleiche Anzahl und Größe der Dateien. Jede Verschiebung landet in einer Liste, damit ich später nachvollziehen kann, was wohin gegangen ist.
Zweitens: Rohdaten gehen, fertige Bilder bleiben. Bei Inseraten brauche ich nach der Abgabe die fertigen Bilder, nicht hunderte RAW Dateien pro Auto. Beim letzten Aufräumen waren das allein die Rohdaten von über 200 Fahrzeugen.
Drittens: ohne Wasserzeichen ins Portfolio, von dort auf die Website. So muss ich nie wieder in alten Ordnern nach der sauberen Version suchen.
Warum der ganze Aufwand?
Weil Zeit das Teuerste an meinem Job ist. Wenn ein Kunde nach einem Bild von vor drei Monaten fragt, will ich nicht eine Stunde suchen. Und eine volle SSD bremst beim Schnitt. Nach dem letzten Aufräumen sind 1,5 TB ins Archiv gewandert, die SSD hat wieder Luft.
Ein Hinweis noch, ehrlich gemeint: Ein Archiv ist noch kein Backup. Was nur auf einer Festplatte liegt, ist weg, wenn diese Festplatte stirbt. Eine zweite Kopie an einem anderen Ort gehört dazu.