Was passiert eigentlich zwischen Auslöser und fertigem Bild? Viele denken an Filter oder an ein Auto, das am Ende besser aussieht als in echt. Bei mir ist es das Gegenteil: Die Bearbeitung soll das Auto so zeigen, wie es wirklich ist, nur sauber. Am Beispiel eines roten Porsche 911 (993) zeige ich, was passiert und was nicht. Schieb einfach die Regler: links die unbearbeitete Rohdatei, rechts das fertige Bild.

Licht und Farbe

Eine Rohdatei ist flach und neutral, sie enthält alle Informationen, zeigt sie aber noch nicht. In der Bearbeitung stimme ich Belichtung, Kontrast und Weißabgleich so ab, dass die Farbe dem Auto entspricht. Beim 993 heißt das: ein klares Rot, kein Orange und kein Pink.

Front Dreiviertel: Licht, Kontrast und Farbe abgestimmt, die Lüftung an der Wand wegretuschiert., nach der Bearbeitung
Front Dreiviertel: Licht, Kontrast und Farbe abgestimmt, die Lüftung an der Wand wegretuschiert., vor der Bearbeitung
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Front Dreiviertel: Licht, Kontrast und Farbe abgestimmt, die Lüftung an der Wand wegretuschiert.

Schatten öffnen, Details zeigen

Im Motorraum oder im Innenraum ist das Licht oft schwierig. Draußen ist es hell, im Auto dunkel. Ich hole die Schatten so weit hoch, dass man die Details erkennt, ohne dass der Lack daneben ausbrennt.

Motorraum: Schatten aufgehellt, damit die Details sichtbar werden., nach der Bearbeitung
Motorraum: Schatten aufgehellt, damit die Details sichtbar werden., vor der Bearbeitung
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Motorraum: Schatten aufgehellt, damit die Details sichtbar werden.
Offene Tür: Innenraum und Lack so abgestimmt, dass man ins Auto sieht, ohne dass das Rot ausbrennt., nach der Bearbeitung
Offene Tür: Innenraum und Lack so abgestimmt, dass man ins Auto sieht, ohne dass das Rot ausbrennt., vor der Bearbeitung
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Offene Tür: Innenraum und Lack so abgestimmt, dass man ins Auto sieht, ohne dass das Rot ausbrennt.

Ein Look für die ganze Serie

Ein Inserat besteht nicht aus einem Bild, sondern aus vielen. Die sollen zusammenpassen, egal ob Front, Innenraum oder die Aufnahme von oben. Deshalb bearbeite ich die ganze Serie mit einem einheitlichen Look, damit das Inserat wie aus einem Guss wirkt.

Von oben: Farbe und Kontrast angepasst, der Untergrund wirkt ruhiger. Form und Spiegelungen bleiben, wie sie sind., nach der Bearbeitung
Von oben: Farbe und Kontrast angepasst, der Untergrund wirkt ruhiger. Form und Spiegelungen bleiben, wie sie sind., vor der Bearbeitung
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Von oben: Farbe und Kontrast angepasst, der Untergrund wirkt ruhiger. Form und Spiegelungen bleiben, wie sie sind.

Was nicht passiert

Bei Inseraten bleibt das Auto, wie es ist. Kratzer, Steinschläge, Gebrauchsspuren: Das alles gehört zum Zustand, und den soll ein Käufer sehen. Retuschiert wird höchstens die Umgebung, etwa eine Lüftung an der Wand oder ein Fleck auf dem Boden. Beim Wappen des 993 sieht man es gut: Die Farbe ist korrigiert, die feinen Kratzer im Lack sind geblieben.

Detail: Farbe korrigiert. Die feinen Kratzer im Lack bleiben sichtbar, sie gehören zum Zustand des Autos., nach der Bearbeitung
Detail: Farbe korrigiert. Die feinen Kratzer im Lack bleiben sichtbar, sie gehören zum Zustand des Autos., vor der Bearbeitung
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Detail: Farbe korrigiert. Die feinen Kratzer im Lack bleiben sichtbar, sie gehören zum Zustand des Autos.

Retusche am Fahrzeug selbst gibt es nur, wenn es ausdrücklich gewünscht ist, zum Beispiel bei Beauty Shots für Social Media. Und wer jedes Bild einzeln bearbeitet und aufbereitet haben möchte, kann die volle Einzelbearbeitung zu jedem Paket dazu buchen.

Ehrliche Bilder

Das Ziel ist immer dasselbe: Wer das Auto später besichtigt, soll genau das Auto vorfinden, das er auf den Bildern gesehen hat. Alle Bilder des 993 findest du bei den Referenzen unter „Porsche 911 (993) RS“.