Ein Oldtimer ist kein Gebrauchtwagen mit mehr Jahren auf dem Buckel. Wer einen Klassiker kauft, kauft eine Geschichte, und genau die sollen die Bilder erzählen. Hier steht, worauf ich bei Oldtimern achte und warum ein Klassiker anders fotografiert wird als ein aktueller Sportwagen.
Ehrlich statt geschönt
Bei einem Klassiker ist der Zustand alles. Käufer und Sammler wollen sehen, was sie bekommen: Lack, Chrom, Sitze, Gebrauchsspuren. Deshalb retuschiere ich bei Inseraten nichts weg, was zum Auto gehört. Retusche am Fahrzeug gibt es nur bei Beauty Shots für Social Media oder auf ausdrücklichen Wunsch. Patina ist kein Makel, sie ist Teil des Charakters. Beim Oldsmobile Cutlass von 1964 sieht man das Auto genau so, wie es ist.

Farben wie in echt
Lackfarben alter Autos sind oft besonders und manchmal schwer zu treffen. Ein Grün aus den Sechzigern sieht anders aus als ein modernes Metallic. Ich achte darauf, dass die Farbe auf dem Bild der Farbe in echt entspricht, auch bei vollem Sonnenlicht wie beim 911 F-Modell. Wer das Auto später besichtigt, soll keine Überraschung erleben.

Die Details erzählen die Geschichte
Bei einem Klassiker stecken die schönsten Bilder oft im Kleinen. Ein originales Becker Radio, ein Kompass auf dem Armaturenbrett, Heizungsregler, Embleme und Schriftzüge. Diese Details zeigen, wie original ein Auto ist, und genau darauf schauen Kenner zuerst.


Tacho, Motor, Unterlagen
Bei Oldtimern zählen die Fakten. Der Tacho mit lesbarem Kilometerstand gehört in jede Bildstrecke, genau wie ein sauber ausgeleuchteter Motorraum. Beim Pontiac von 1952 ist das ein Reihenachtzylinder, beim Oldsmobile ein V8. Und wenn es ein Serviceheft, alte Rechnungen oder Originalteile gibt, fotografiere ich die gern mit.


Chrom und Form von oben
Lange Hauben, Chromleisten, klare Kanten: Gerade amerikanische Klassiker wirken von oben besonders. Wenn der Ort es erlaubt, kommt deshalb auch bei Oldtimern die Drohne mit. Mehr dazu steht im Beitrag „Von oben“.

Wofür die Bilder gedacht sind
Ob Verkauf, eigene Sammlung oder Versicherung: Der Zweck entscheidet, wie ausführlich die Bildstrecke wird. Für ein Inserat reicht oft der feste Standard, für eine Sammlung oder einen besonderen Wagen lohnt sich der volle Satz mit allen Details und dem Unterboden. Sprich mich einfach an, dann finden wir gemeinsam den passenden Umfang.
Und vor dem Termin: Wie du dein Auto am besten vorbereitest, steht im Beitrag „So bereitest du dein Auto auf ein Fotoshooting vor“.