Klein, teuer, limitiert. Für 9elf Hamburg standen vier Porsche Modelle vor mir, jedes eins von 911 Stück: ein GT3 RS, zwei 911 Dakar und ein Carrera GTS. Die Aufgabe war klar. Auf den Bildern sollen sie wirken wie echte Autos und nicht wie Spielzeug im Regal. Das sind die vier Dinge, die dafür den Unterschied machen.
Runter auf Radhöhe
Der häufigste Fehler ist die Perspektive. Wer ein Modell im Stehen von oben fotografiert, sieht es so, wie man Spielzeug eben sieht. Ein echtes Auto sehen wir ungefähr aus Hüfthöhe, beim Modell sind das nur ein paar Zentimeter. Also geht die Kamera ganz nach unten, fast auf Höhe der Räder.

Wenig Schärfentiefe, dunkler Hintergrund
Je weiter der Hintergrund verschwimmt, desto größer wirkt das Auto. Ich arbeite deshalb mit offener Blende und lasse genug Abstand zum Hintergrund. Lichter dahinter werden zu weichen Punkten, wie bei einem Nachtshooting in der Stadt, und das Auge bleibt beim Modell.

Licht wie beim echten Auto
Ein gutes Modell hat dieselben Kanten und Linien wie das Original, nur kleiner. Genau die soll das Licht zeichnen. Ich setze es gezielt und lasse den Rest dunkel, so treten Schultern, Lufteinlässe und Radläufe hervor, statt dass alles gleich hell und flach wirkt.

Die Details, auf die Sammler schauen
Bei limitierten Modellen geht es nicht nur ums Auto. Sammler wollen die Felgen sehen, die Schriftzüge, den Innenraum, den Blick von oben in die Vitrine und vor allem die Nummer der Auflage auf dem Sockel. Die gehört bei jedem Modell in die Bildstrecke.


Am Ende wie bei einem echten 911
Perspektive, Schärfe, Licht und Details. Das sind dieselben Fragen wie bei einem Shooting in Originalgröße, nur auf ein paar Zentimeter. Die ganze Bildstrecke mit allen vier Modellen findest du bei den Referenzen unter „Porsche Modellautos für 9elf Hamburg“.