Auf fast jedem Inserat sieht man Front, Seite und Heck. Was man selten sieht: das Auto von oben. Dabei zeigt genau diese Perspektive Dinge, die vom Boden aus verborgen bleiben. Deshalb gehört die Drohne bei mir fest zur Shotlist, wenn der Ort es erlaubt.
Was man nur von oben sieht
Streifen, Dachlinie, Proportionen. Beim 911 Carrera GTS im Martini Design laufen die Streifen über das ganze Auto, von der Fronthaube bis zum Heck. Am Boden sieht man immer nur einen Teil davon, von oben das ganze Bild.

Dazu kommt die Form. Ein 911 ist von oben fast ein Tropfen, ein amerikanischer Klassiker aus den Fünfzigern eher ein langes Rechteck mit Chrom an den Kanten.

Gerade, mittig, ruhig
Ein Bild von oben wirkt nur, wenn es exakt ist. Die Drohne steht senkrecht über dem Auto, das Auto liegt gerade im Bild. Linien auf dem Boden helfen dabei. Beim 300 SE Cabriolet läuft eine Markierung genau durch die Mitte des Autos, das gibt dem Bild Halt.

Der Himmel spiegelt sich mit
Von oben spiegelt sich im Lack und in den Scheiben vor allem eins: der Himmel. Beim schwarzen 964 sieht man die Wolken im Dach und auf der Haube. Bei Sonne kommt ein harter Schatten neben dem Auto dazu, wie beim grauen 991. Beides gehört zum Bild, ich plane es nur bewusst mit ein.


Wann die Drohne am Boden bleibt
Nicht überall darf oder sollte man fliegen. In Hamburg gibt es Bereiche, etwa rund um den Flughafen, in denen das nicht geht, und über Menschenansammlungen wird grundsätzlich nicht geflogen. Auch bei starkem Wind bleibt eine kleine Drohne lieber unten. Vor jedem Shooting schaue ich deshalb, ob der Ort passt. Wenn nicht, suchen wir gemeinsam einen anderen Platz oder lassen das Bild von oben weg.
Fester Teil der Shotlist
Ein Bild von oben ersetzt keine Seitenansicht. Aber es zeigt das Auto so, wie es kaum jemand kennt, und genau deshalb fällt es auf. Bei mir ist es die Perspektive Nummer fünf von zwölf. Alle zwölf findest du in der Shotlist auf der Seite Sportwagen & Hypercar Fotografie.